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Erste internationale Konferenz „Football Fans v Homophobia“

MQ bei der ersten internationale Konferenz „Football Fans v Homophobia“ in Manchester vertreten

 

Die internationale Initiative Football v Homophobia und das FARE Network richteten am 17.08.2013 die erste internationale Konferenz Football Fans v Homophobia in Manchester aus. Ziel der Konferenz war es, den Fans in der Debatte um Fussball und Homophobie Gehör zu verschaffen; MQ war durch ein Mitglied ebenfalls vertreten.

Los ging es am Freitag mit einem Empfang durch den Bürgermeister im Rathaus von Manchester, gefolgt von Drinks in der berühmten Canal Street von Manchester. Bereits hier konnten verschiedene neue Kontakte geknuepft oder bestehende Kontakte weiter gepflegt werden, etwa zu Vertretern der Meenzelmaenner, Warm Up 95, Fussballfans gegen Homophobie, Löwenfans gegen Rechts oder Roter Stern Leipzig.
Am Samstag fand dann die eigentliche Konferenz im Friends Meeting House statt, insgesamt hatten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 29 Ländern registriert! Es handelte sich um eine bunte Mischung von Fanvertretern, LGBT-Aktivisten, Rassismus-Aktivisten und Sozialwissenschaftlern.

Die Konferenz wurde mit einer Plenumssitzung mit Beiträgen je eines Vertreters von Manchester Pride, der UEFA, der Queer Football Fanclubs sowie einer Vertreterin von Football v Homophobia eröffnet. Im weiteren Verlauf des Tages konnte man von vier verschiedenen angebotenen Workshops (Innovative campaigning, LGBT Fan Groups, International Campaigning Against Homophobia, Football v Transphobia: The experience of transgender fans) je einen Workshop vormittags und nachmittags besuchen. Im Workshop LGBT Fan Groups kam es dabei insbesondere zu einem sehr interessanten Austausch zwischen verschiedenen Ansätzen in der Arbeit gegen Homophobie, die in England (Beispiele: Liverpool, London) und Deutschland (Beispiele: Mainz, Muenchen) verfolgt werden.
In der anschliessenden Plenumsdiskussion wurde die Frage Educate or Regulate? erörtert. Braucht es ein Monitoring homophober Ausfälle oder Gesänge im Stadion? Und sollte oder muss homophobes Verhalten regulatorisch sanktioniert werden oder sollte ausschliesslich ein Bildungs- und Aufklärungsansatz verfolgt werden? Während des gesamten Tages wurden immer wieder auch die bevorstehenden olympischen Winterspiele in Sochi sowie die Vergabe der FIFA WM 2018 an Russland vor dem Hintergrund des neuen russischen Gesetzes gegen Homo-„Propaganda“ diskutiert.

In der letzten Konferenzsitzung wurden künftige Prioritäten diskutiert. Zum Abschluss formulierte jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer ein ausgewähltes Ziel, das er/sie in der nächsten Zeit verfolgen moechte.
Abends trafen sich viele Konferenzteilnehmer/innen noch einmal in einem pakistanischen Restaurant in der Curry Mile von Manchester, wo unterschiedliche Inhalte des Tages und andere fanpolitische Themen noch einmal in lockerer Atmosphaere diskutiert werden konnten. Der Abend wurde dann noch bis in die Nacht hinein in Canal Street fortgesetzt.

Es bleibt festzuhalten: der Besuch der ersten internationalen Football v Homophobia Konferenz hat sich in jedem Falle gelohnt! Football is for everyone!

Presse

Football homophobia conference opens in Manchester
Manchester: Football fans gather for anti-homophobia conference

(ca)

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