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Hansis Welt: Hansi und der Mai

Hansis Welt ist der Fußball, Zentrum dieser Fußballwelt der FC Bayern. Natürlich tauchen darin auch immer wieder andere Vereine auf, mit denen sich Hansi dann gerne beschäftigt. Wie es sich für einen Roten gehört, lästert er auch immer wieder gerne über die liebe Konkurrenz von der “schäl Sick” aus dem Katzenaufbewahrungsheim.

Endlich ist er nun gekommen, der Mai, jener Monat, den der Hansi so besonders mag: es gibt Geburtstag, Maibock, Maibäume, Marienlieder, eine explodierende Natur und schließlich auch die entscheidende Phase der Fußballsaison. Nicht nur terminlich, auch inhaltlich liegen alle diese Dinge ganz eng beinander.

Widmen wir uns also als erstes dem Maibock. Der ist jetzt zunächst einmal ein besonders starkes Bier, dessen Verkauf in früheren Zeiten die herrscherlichen Kassen aufgebessert hat. Genauso hätte es dem FC Bayern auch mit dem DFB-Pokal gehen sollen, doch haben einige Beteiligte des Halbfinalspiels gegen Dortmund einen Maibock geschossen. Dabei handelt es sich nicht unbedingt um jenen jungen Rehbock, dem man auf Speisekarten im Mai häufiger mal begegnet, sondern um jenen Bock, den man vorzugsweise dann schießt, wenn man von dem eingangs beschriebenen Bock möglicherweise a bißl zu viel erwischt hat. Als besonders treffsichere Schützen erwiesen sich dabei einige Bayern-Spieler im Elfmeterschießen, zu dem es aber sicher nicht hätte kommen müssen, wenn nicht Schiedsrichter Peter Gagelmann die Latte schon davor ordentlich hoch gelegt hätte – und zwar gleich so hoch, daß selbst so mancher Maibaum, der heute im Land aufgestellt wird, wie ein Gartenzwerg daherkommt. Der Hansi ist dabei fast versucht, dem Schiri zu seiner bevorstehenden Verabschiedung in den wohlverdienten Ruhestand eine Schützenscheibe für seine sportlichen Höchstleistungen zu stiften. Zu einer solchen Scheibe gehört dann natürlich auch ein Spruch, aber dabei sucht der Hansi noch Anregungen, die schon ein intellektuell etwas anspruchsvolleres Niveau haben als jene Kraftausdrücke, mit denen sich Peter Gagelmann in seiner aktiven Zeit landauf, landab eine ebenso treue wie leidenschaftliche Fangemeinde erobert hat. Darauf erhebt der Hansi dann wieder gern sein Glas mit Maibock!

Wie hierzulande die Gottesmutter Maria eine zentrale Rolle in der Geschichte und Volksfrömmigkeit des Landes einnimmt, so ist es in Katalonien die Jungfrau vom Berge Montserrat. In die katalanische Metropole Barcelona reist der FC Bayern zum Halbfinalspiel in der Champions League und vielleicht sollten einige von den gebürtigen Bayern in der Mannschaft den Nicht-Bayern a bißl was über das Phänomen der Maiandacht und der Marienlieder erzählen, denn nach dem Pokalspiel gegen Dortmund hat sich die Personalsituation wieder etwas verschärft und auch mental dürfte dieses Drama dahoam auch die ein oder andere Bremsspur hinterlassen haben. So empfiehlt der Hansi seinen Roten also, sich unter den breiten Schutzmantel der Madonna zu begeben, der zwar blau ist, aber genau mit den Sternen übersät ist, die wir uns zum Ende der Saison in der Form von Pokalen so sehr wünschen. Maria breit den Mantel aus!

Das alles wünscht sich der Hansi, damit das zarte Pflänzchen der bereits gewonnen Meisterschaft noch zu einer großen Blume weiterwachsen kann, genährt durch die Kraft der Maiensonne, aber auch für den Bayern-Anhang, der seine Roten unablässig unterstützt und der sicher gerne explodieren würde, wenn sich solche Abende wie derjenige gegen Dortmund abspielen.

Nun müßten wir an dieser Stelle auch noch traditionsgemäß über unsere Freunde vom Turnsportverein sprechen. Nachdem aber hier nur Platz ist für einmal Blau und dieser Platz schon von der Gottesmutter Maria belegt ist, gibt es für die Löwen heute nur so viel: Maria, bitt‘ für uns!

(rs)

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